Seit unserer Ankunft sind nun fünf Monate vergangen und diese waren unglaublich spannend und aufregend. Wir haben eine halbe Ewigkeit im Hotel verbracht, Einschulung und zwei Geburtstage gefeiert, Hühner- und Ziegenstall gebaut, Großelternbesuch bekommen, erste Reisen durchs Land unternommen… Und doch kommt regelmäßig die Frage der Kinder, wann wir wieder nach Berlin zurückfahren. Offen gestanden war uns zu Beginn nicht klar, welchen Aufwand es bedeutet, sich in einem anderen Land, einer anderen Kultur einzuleben. Wir selbst kannten das ja bereits aus Frankreich. Aber Afrika? Und mit Kindern schon gar nicht. Das zeigt uns zum einen, wie verwurzelt wir alle in Berlin waren und wie sehr uns allen die Freunde fehlen. Zum anderen können wir nur erahnen, was noch vor uns liegt. Ruanda macht es uns aber gleichzeitig auch leicht, sich wohl zu fühlen. Letze Woche gab es ein Lehrergespräch und dort wurde uns gesagt, dass Carl und Martha so langsam angekommen sind. Auch sprachlich. Da viel uns ehrlich ein Stein vom Herzen. Man sieht es den Kindern förmlich an, wie kräftezehrend der Schulalltag in einer fremden Sprache ist. Heute ist der zweite Ferientag und sie haben sich die Ferienzeit mit ihren Großeltern redlich verdient. Der Schulwechsel von der belgischen Schule zur Earth School war noch aus einem anderen Grund die richtige Entscheidung gewesen. Carl und Martha haben Freunde gefunden, die in unmittelbarer Nähe wohnen und sich gelegentlich zum Spielen treffen. Der Schulweg kann zur Abwechslung auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, was das ganze auch sportlich herausfordernd macht. Die Abwechslung mit anderen Kindern ist offen gestanden auch wichtig, denn man stößt selbst an seine Grenzen was Kinderbeschäftigung betrifft. Insofern freuen wir uns auf die gemeinsame Ferienzeit. Martha hat in den zurückliegenden Monaten eifrig ihre Tanzstunden absolviert und zum Höhepunkt gab es eine Aufführung für die Eltern. Nach einem kurzen, aber starken Regenguss, der auf das Blechdach des Veranstaltungszentrums prasselte und die Musikanlage übertönte, konnten sie dann endlich ihre Aufführung starten und waren zu Recht ganz stolz. Carl musste in Bezug auf seine Sportnachmittage ein wenig motiviert werden. Aber mittlerweile sehen wir das gelassen. Der Garten bietet genug Arbeit und Betätigung. Zum dritten Advent gab es ein Weihnachtskonzert im Serena-Hotel und dann war abends bei Räuchermännchen auch das Weihnachtsgefühl endgültig da. Es ist also nicht wirklich eine Frage der Temperatur, auch wenn wir ein wenig neidisch auf Schneebilder aus Deutschland blickten. Zu Weihnachten haben sich die Großeltern Sylvia und Uwe angekündigt, was uns sehr freut. Nicht nur weil das eine oder andere Weihnachtsgeschenk für Carl und Martha im Koffer sein wird. Mit Omikron haben sich leider auch hier die Corona-Regelungen wieder verschärft. Die Hotelquarantäne hat sich auf drei Tage erhöht. Wir hoffen nicht, dass dies uns die ganze Weihnachtsplanung zerstört, denn eigentlich wollten wir Bescherung am Hippo-Beach im Nationalpark machen. Drückt uns die Daumen. Viele Freunde haben die Heimreise über die Feiertage angetreten, aber wir haben uns dagegen entschieden. Zusätzlich zu den Hühnern sind heute zwei kleine Ziegen von Annies Schwester dazugekommen. Und das Viehzeug will natürlich versorgt werden. Annie ist die Frau von Giorgio, einer der Gründer des Musikprojekts Simbizi-Vibes, bei dem ich mit eingestiegen bin und versuche, das Fundraising zu etablieren. In den nächsten Wochen werde ich dazu mal einen Blogbeitrag verfassen. Wir wünschen euch eine tolle und entspannte Weihnachtszeit und freuen uns sehr, über das Interesse an unserer kleinen Entdeckungsreise.












Liebe Familie Heenemann. Wir hoffen ihr hattet entspannte und glückliche Weihnachtsstunden! Wir wünschen euch einen guten Start ins neue Jahr! Ganz liebe Grüße aus Gmünd senden wir euch!
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